Herzlich willkommen

Was ist Vitiligo?
Bei der Vitiligo handelt es
sich um eine Erkrankung,
bei der die Betroffenen im
Laufe ihres Lebens cha-
rakteristische weiße,
scharf begrenzt Flecken
entwickeln. Größe, Form
und Anzahl können unter-
schiedlich sein. Vitiligo
kann in jedem Alter
auftreten. Untersu-
chungen haben gezeigt,
dass bei Rund der Hälfte
der Vitiligo-Erkrankten der
Pigmentverlust im Alter
von 10 bis 30 Lebensjah-
ren beginnt und dann mit
unterschiedlicher
Geschwindigkeit fort-
schreitet. Eine Aufklärung
über die Krankheit sowie
die Wirksamkeit und
Risiken einer ärtztlichen
Vitiligo-Behandlung ist
unbedingt notwendig.
Neben therapeutischen
Maßnahmen besteht die
Möglichkeit der kosme-
tischen Abdeckung zwi-
schen depigmentierter
und normaler Haut.
... Kontakt

Fotolia  © WavebreakmediaMicro

Psychologische Hilfen im Ueberblick

Vitiligo Betroffene können aufgrund ihrer chronischen Hauterkrankung und einer entsprechend subjektiv empfundenen Entstellung ihres Körpers durch die depigmentierten Areale psychosozialem Leidensdruck ausgesetzt sein. 

Durch das erstmalige Auftreten oder das Fortschreiten der Erkrankung verändert sich das bisherige Leben, viele Betroffene ziehen sich aus sozialen Kontakten zurück, verbergen, wenn möglich, ihre betroffenen Hautareale und fühlen sich in der Öffentlichkeit beobachtet. Dieses Gefühl, beobachtet zu werden, ist oftmals berechtigt, da eben vom Durchschnitt abweichende Körpermerkmale die Aufmerksamkeit der Mitmenschen auf sich ziehen kann. Einige stigmatisieren Hautbetroffene und distanzieren sich, andere fragen sich, was das für eine Erkrankung sein könnte, und wieder andere fragen sich, ob es sich um eine ansteckende Erkrankung handeln könnte… 

Die psychosoziale Belastung kann bereits Kinder in der Kita betreffen, die von anderen gehänselt oder vom gemeinsamen Spiel ausgeschlossen werden. Als Jugendliche und Erwachsene stehen Betroffene vor anderen Problemen, vor allem was die Partner- oder Arbeitsplatzauswahl betrifft.

Sich in diesen Situationen überfordert zu fühlen, zu spüren, dass die Lebensfreude sinkt, stellt ganz natürliche Reaktionen der menschlichen Seele dar, sich an veränderte Lebenssituationen anzupassen. Wenn man als Betroffener spürt, dass die eigenen Strategien und Ressourcen für diesen Anpassungsprozess nicht ausreichen und auch der Halt durch den Partner, die Familie und Freunde nicht auszureichen scheint, macht es Sinn, psychologische Hilfe zur Selbsthilfe in Anspruch zu nehmen.

Erste Schritte könnten sein, einen Termin in einer psychosozialen Beratungsstätte in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus verfügen viele Allgemein- bzw. Hausärzte über eine Zusatzqualifikation in psychotherapeutischer Grundversorgung, sodass auch diese als Ansprechpartner konsultiert werden können. 

Für weiter gehende Hilfe zur Selbsthilfe kann eine Psychotherapie begonnen und in Anspruch genommen werden.In Deutschland können Psychologen und Mediziner psychotherapeutische Hilfen anbieten, wenn sie eine anerkannte Psychotherapieausbildung abgeschlossen haben. Als Psychologischer oder Medizinischer Psychotherapeut können sich diese in einer Praxis niederlassen. Für eine Abrechnung der Kosten für die Psychotherapie bedarf es für die gesetzlichen Krankenkassen einer kassenärztlichen Zulassung. Viele junge Psychotherapeuten müssen auf diese Zulassung warten, sodass diese in dieser Zeitspanne nur privat bzw. auch nur mit privaten Versicherungen abrechnen können.

In Deutschland sind drei psychotherapeutische Verfahren anerkannt: Die Psychoanalyse, die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die kognitive Verhaltenstherapie.

Während der Psychoanalytiker verstärkt auf frühkindliche Prozesse eingeht, geht der tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeut stärker auf aktuelle Problemlagen ein, bei denen er aber auch auf frühkindliche Muster zurückgeht. Der kognitive Verhaltenstherapeut arbeitet auf der Basis des Verhaltens an Veränderungen, die der Betroffene umsetzen könnte, um seine aktuellen Belastungen zu reduzieren. Gleichsam werden im Rahmen der kognitiven Umstrukturierung Einstellungen, Überzeugungen u.Ä. auf ihre Funktionalität überprüft und ggf. verändert.

Sollte kein zurückliegendes kindliches Geschehen in der aktuellen Belastung eines Erwachsenen als Vitiligo Betroffener eine Rolle spielt, empfiehlt sich die Wahl einer kognitiven Verhaltenstherapie.

Zurück